24.08.2021 / komba gewerkschaft nrw

Frühkindliche Bildung: Kita-Angebote in NRW sind deutlich ausbaufähig

© Nicole Nießen
© Nicole Nießen

Der aktuelle Ländermonitor der Bertelsmann Stiftung zur frühkindlichen Bildung zeigt in NRW vor allem eines: Es fehlt an Kita-Plätzen, um allen Kindern gleichwertige Bildungs- und Teilhabechancen zu ermöglichen. Damit das gelingt, braucht es mehr Erzieherinnen und Erzieher.

Die Qualitätsstandards in der Kita-Landschaft sind bundesweit weiter ungleich. Während es im Westen wie NRW zu wenig Kita-Plätze gibt, fällt der Personalschlüssel im Osten schlechter aus. Für beide Herausforderungen ist Personalgewinnung und -bindung unerlässlich. Zwar konnte NRW die Zahl der Kita-Plätze laut Studienergebnissen zwischen 2011 und 2020 mehr als verdoppeln, bleibt aber dennoch deutlich hinter den Zahlen der ostdeutschen Bundesländer zurück. „Wir sind weit davon entfernt, dass das Kita-System in NRW die Teilhabequote alleine erhöhen oder künftig sogar tragen kann. Hier leistet die Kindertagespflege einen entscheidenden Beitrag“, macht Sandra van Heemskerk, stellvertretende Landesvorsitzende der komba gewerkschaft nrw, deutlich. 

Auch wenn NRW bereits zahlreiche Anstrengungen unternommen hat, dem Fachkräftemangel wirksam zu begegnen, reicht dies bislang nicht aus. „In diesem Jahrzehnt ist es kaum möglich, die Personallücke zu füllen. Die Politik muss ihre ganze Aufmerksamkeit auf das Thema Personalgewinnung/-bindung lenken. Die Ausbildungskapazitäten müssen erhöht und das Bestandspersonal durch attraktive Arbeits- und Rahmenbedingungen sowie Verdienstmöglichkeiten gehalten werden. All das hilft, einen Kollaps des Systems zu vermeiden“, sagt van Heemskerk. 

Die Bertelsmann Stiftung hält einen Stufenplan für eine verbesserte Personalausstattung für notwendig. „Stufenpläne dürfen jedoch nicht dazu führen, kurz- und mittelfristig weniger qualifiziertes Personal ins System zu schleusen. Es braucht klare Standards. Sonst trifft wenig Quantität am Ende auf sinkende Qualität“, ist sich die stellvertretende Landesvorsitzende sicher. Enttäuscht zeigt sie sich über das Ende des Kita-Helferinnen und -Helfer-Programms. Die Zeitanteile der Fachkräfte für pädagogisches Arbeiten hätten einen wichtigen Beitrag zu mehr Qualität leisten können. 

Neben dem Land ist auch der Bund gefragt, den Kita-Qualitätsausbau zu finanzieren. Notwendige Mittel für Fachkräfteausbau und -gewinnung könnten nicht zuletzt aus dem „Gute-KiTa-Gesetz“ kommen. 

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